Spielerisch die Welt entdecken
Spiel doch!
Spielend entwickeln Kinder motorische, kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten - sie werden zu wahren Experten! Sie erkunden und begreifen die Umwelt. Sie erforschen Gegenstände, experimentieren und staunen über Phänomene. Sie fördern ihr logisches Denken, entwickeln Kreativität und feinmotorische Fähigkeiten. Sie verlieren und gewinnen, entdecken Stärken und Schwächen und bauen soziale Kompetenzen auf. Kurz: Sie spielen sich ins Leben!
Aber wann eignet sich welches Spielzeug am besten?
In den ersten Lebenswochen brauchen Babys noch überhaupt kein Spielzeug. Sie wollen lächelnde Gesichter sehen, Mimik und Bewegung. Faszinierend ist alles, was sich direkt vor ihren Augen abspielt. Betrachten und Nachahmen aus nächster Entfernung. Doch der Radius wächst. Schon bald möchten die kleinen Entdecker die Welt besser kennen lernen - und zwar mit all ihren Sinnen. Sie wollen fühlen, lutschen und beißen. Da bieten sich bunte Spielzeuge an, aus kuschelweichem und warmem Material - vor allem speichelfest müssen sie sein. Am besten aus verschiedenen Formen und Materialien. Das wirkt anregend. Allerdings nicht zu viele davon: Zwei bis drei Spielzeuge reichen aus. Sonst ist das Baby überfordert.
Generell sollte bei Spielzeug darauf geachtet werden, dass die Sachen belastbar sind und aus gesundem, schadstofffreiem und umweltverträglichem Material. Bei Stofftieren dürfen sich wegen Verschluckungsgefahr keine Kleinteile, wie Augen oder Nasen, ablösen. Auch wichtig bei Stoffspielsachen ist, dass sie maschinenwaschbar sind.
Wird das Kind mobiler, werden es auch die Spielzeuge. Mit einem halben Jahr kommt das erste Schaukelpferd ins Spiel, Rutschautos oder Nachziehspielzeug. Das Kind wird immer neugieriger und will seine Umwelt ausgiebig kennen lernen und erforschen. Es stapelt Holzklötze zu Türmen, baut aus Legos bald Flugzeuge und Raketen. Das erste Kuscheltier wird zum Begleiter für viele Jahre. Es schaut sich gerne Bilderbücher an, spielt mit Puppen, Eisenbahnen und Autos - ebenso mit dem Kaufladen, Kindergeschirr und Puppenherd. Es findet Spieltelefone spannend und überhaupt die ganze Welt der Erwachsenen. Kinder versuchen immer stärker, sie nachzuahmen.
Im Kindergartenalter trainieren sie ihren Gleichgewichtssinn an Fahrzeugen weiter aus. Tretautos, Roller und Laufräder bereiten optimal auf das stützradfreie Fahrradfahren vor. Sie sind für Musikinstrumente bereit und auch für die ersten Gesellschaftsspiele. Besonders Spaß machen ihnen Memory oder Spiele mit Farbwürfeln. Basteln - mit Schere, Wachsmalstiften, Pappe, Kleber und Knete - fördert die Feinmotorik und regt die Kreativität an. Aber bei allen Spielzeugen gilt immer die Regel: Weniger ist mehr! Überfüllte Spielzimmer überfordern und schränken die Fantasie ein. Denn auch mit einem Ast, mit Blättern oder Steinen lässt es sich wunderbar stundenlang spielen!
Alles ganz spielend leicht!
Autorin: Ursi Zeilinger


























