Picknick
Draußen gedeckt!
Was gibt es Schöneres, als einen sonnigen Tag mit Familie und Freunden im Freien, in der Natur, auf Wiesen, unter Bäumen, in Parks, am Wasser zu verbringen? Was ist aufregender, als einen Korb voller bunt gemischter Leckereien auszupacken? Was ist gemütlicher, als auf dem Boden kaue(r)nd in den blauen Himmel zu schauen und vorüberziehende Wolken zu beobachten?
Lasst uns also den Kühlschrank in Körbe packen und Decken bereit halten. Picknicken kann man nämlich jederzeit. Dafür braucht es weder ein langes Wochenende noch einen freien Tag. Verabreden kann man sich auch für die Mittagspause oder für den Feierabend.
Picknicken ist angesagt - nicht nur bei uns. Bereits in der Antike trafen sich die Menschen, um gemeinsam draußen zu essen. Die Griechen verabredeten sich zum "Eranos", die Römer zum "Prandium". Und auch im Mittelalter aß man "alfresco" - im Freien. Das war ein üblicher Brauch unter Reisenden, Feldarbeitern oder natürlich auch unterwegs auf der Jagd.
Das Essen von mitgebrachten Speisen hatte aber nicht nur bei der einfachen Bevölkerung seinen Reiz. In der Zeit des Barock galt es in Frankreich unter den Adligen als ganz besonderes Sommervergnügen, draußen zu essen. Und richtig populär wurde das Picknicken in England, im Viktorianischen Zeitalter. Als Queen Viktoria ihre Picknick-Leidenschaft entdeckte. Und zwar mit "allem". Mit Picknickkorb, Picknickdecke, Picknickgeschirr und Picknickbesteck.
Und so hat sich das bis heute fortgesetzt. Nur eines nehmen wir heute wohl nicht mehr mit in den Park: Das tragbare Kochgeschirr. Für die Engländer damals ein unverzichtbarer Bestandteil, um den Tee möglichst ganz frisch aufzukochen...
Tipp: Frühstücksbrettchen nicht vergessen!
Autorin: Ursi Zeilinger


























