
Zum Vermöbeln
... braucht man einen Baum. Bäume können viele tausend Jahre alt werden. Aus botanischer Sicht gilt ein Baum als besonders langlebige Pflanze. Sein Alter lässt sich an den Jahresringen ablesen: Jedes Jahr kommt ein neuer Ring dazu, weil sich jedes Jahr eine neue Schicht im Inneren des Baumes bildet. Im Winter wächst der Baum sehr viel langsamer als im Sommer - das Holz wird dichter und damit dunkler. So bilden sich die Ringe.
Und das Besondere an Bäumen: Sie produzieren Sauerstoff. Bis zu 1200 Liter pro Stunde pro Baum. Das ist sehr viel: Während eines Sommers kann ein einziger Baum für zehn Menschen Atemluft produzieren! Und das ist noch nicht alles. Bäume sind Staubfänger: Ein Baum kann 100 Kilogramm Staub pro Jahr binden. Und an einem sonnigen Tag kann er 400 Liter Wasser verdunsten. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit und sorgt dafür, dass die Umgebung um einige Grad abgekühlt wird.
Doch lieber Möbel aus Plastik? Nein, keine Sorge. Holz ist eine natürliche und nachwachsende Ressource. In Deutschland gibt es so genannte Waldpolizisten, die sich um das Wohl des Waldes kümmern. Sie tragen dafür Sorge, dass für jeden gefällten Baum in der Holzfällerei ein neuer Baum gepflanzt werden muss. Aussterben kann der Wald also nicht - bei uns nicht! Dennoch geht der Waldbestand weltweit drastisch zurück. Das liegt daran, dass viele Länder Raubbau mit ihren Wäldern treiben und mehr Holz abschlagen als nachwachsen kann.
Daher immer darauf achten, dass Möbel auch aus einheimischen Hölzern hergestellt sind. Da kann man sich noch sicher sein, den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen ;-)
Surftipp: Unser Wald (Planet Wissen)
Autorin: Ursi Zeilinger





