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Schlaftipps

Guten Nacht!

Ein Traum von Schlaf!

Wer Kinder hat, schläft immer weniger. Immer weniger als alle anderen - vor allem als der Partner. War der eine nachts um drei eine ganze Stunde tanzend, schaukelnd und wiegend in der Wohnung unterwegs, hat der andere um zwei den Schnuller gesucht, um halb fünf gewickelt und ab sechs "ging gar nichts mehr!". Manche Babys bevorzugen den Kinderwagen zum Einschlafen, andere den gleichmäßigen Motorenlärm im Auto. Und so sieht man des Nachts immer wieder müde, geplagte Eltern, die sich so einiges einfallen lassen, damit endlich Ruhe einkehrt. Wo bleiben eigentlich da die 16-18 versprochenen Schlafstunden der Babys - ganz zu schweigen von den empfohlenen 7-9 Stunden Schlaf der Eltern? Und das sind nur Durchschnittsangaben: Wo also sind die Kinder, die dieses Pensum noch ÜBERschreiten?

Einschlafprobleme und nächtliche Schreistunden können für alle Beteiligten zum Albtraum werden und Eltern an den Rand der Verzweiflung bringen. Gut, wer sich nachts abwechseln kann, nachsichtige Nachbarn oder dicke Hauswände hat und auch mal tagsüber Entspannung findet. Noch besser aber, wenn das Baby das Schlafen LERNT. Manchmal helfen da schon ganz einfache Regeln, um das Baby an seinen Schlaf zu gewöhnen:

Rituale
Raus aus dem Fruchtwasser, rein ins "kalte" Leben! Alles ist anders und neu für ein Baby, wenn es auf die Welt kommt. Stimmen, Gesichter, Temperaturen, Geräusche, Bewegungen, Wind, Sonnenstrahlen. Da braucht das Baby Sicherheit. Sicherheit durch Rituale - durch immer wieder die gleichen Abläufe zu immer wieder den gleichen Zeiten. Alles ganz langweilig. Je langweiliger, umso besser. Wichtig und ausschlaggebend sind Regelmäßigkeit und Wiederholung: massieren, waschen, wickeln, Fingerspielchen, Schlafanzug anziehen, stillen oder Flasche geben, ins Bett legen, Schlummerlicht an, Lied vorsingen - und immer wieder das Gleiche. Tipp: Schöne Poster fürs Kinderzimmer mit Gute-Nacht-Liedern - zum "Spickeln".

Schlafnest
Vor der Geburt schafft die Natur die optimale Umgebung für das Baby: Schwerelosigkeit, Dämmerlicht und gedämpfte Geräusche. Nach der Geburt haben Eltern es in der Hand, dem Baby eine optimale Schlafumgebung zu schaffen - nach dem Vorbild der Natur. Es braucht ein Kinderbett, Stubenwagen oder Wiege, eine passende Matratze und die ideale Schlafbekleidung.

Die richtige Matratze darf nicht zu weich sein. Ein Test: Wenn die Hand zwischen Rücken und Matratze durchkommt, ist sie ideal. Und am besten ist sie mit Naturfasern gefüllt, denn die absorbieren die Feuchtigkeit des Körpers und sind atmungsaktiv. Als Schlafbekleidung eignen sich ein dünner Schlafanzug und ein mitwachsender Schlafsack, am besten aus Ökobaumwolle. Solche Systeme  garantieren einen gesunden Schlaf und helfen, Überhitzung zu verhindern. Babys können sich nachts weder "freistrampeln" noch sich die Federbettdecken über den Kopf ziehen.  

Kuscheltiere
Und natürlich braucht ein Baby auch ein Schnuffeltuch zum Kuscheln, ein Kuscheltier oder auch ein Kirschkernsäckchen. Die schaffen Nähe, Geborgenheit und Wärme: Kuscheltier "Urs" - zum Liebhaben und Nicht-mehr-Hergeben! Und ein Glückssternchen, gefüllt mit Kirschkernen. So kann das Baby ganz gemütlich und friedlich in seinem Bettchen einschlafen. Gute Nacht!

"In jener Nacht und in vielen folgenden Nächten schlief das Samtkaninchen im Bett des Jungen. Bald gewöhnte es sich daran und es gefiel ihm, denn der Junge baute ihm schöne Tunnel unter der Bettdecke - von denen er sagte, sie seien wie echte Kaninchenbauten. Wenn der Junge eingeschlafen war, kuschelte sich das Kaninchen seither die ganze Nacht an ihn."
Margery Williams: Der kleine Kuschelhase.

Autorin: Ursi Zeilinger